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Ängste vor und in der Folgeschwangerschaft
Oft stellt sich der Wunsch nach einer Folgeschwangerschaft schon unmittelbar nach dem Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt ein, manchmal dauert es auch einige Zeit, bis die Eltern eines Sternenkindes sich auf den Gedanken an eine Folgeschwangerschaft einlassen können.
Manchmal dauert es lange, bis eine Kinderseele wieder den Weg zu den Eltern findet, manchmal geht es auch ganz schnell – wenn die Eltern von der Folgeschwangerschaft erfahren, beginnt für sie eine Zeit der widersprüchlichen Gefühle.
Die Trauer um das Sternenkind ist vielleicht noch so groß, dass man sich anfangs gar nicht vorstellen kann, sich jetzt schon mit ganzem Herzen auf ein neues Baby einzustellen. Man muss sich ordnen und die Plätze im Herzen neu verteilen, lernen, dass jedes Kind seinen eigenen Platz hat, der ihm allein gehört.
Die Freude über die Schwangerschaft ist zwar meistens groß, doch – grade nach mehreren Verlusten – schleicht sich zudem häufig auch ein Gefühl der Angst ein, welches die Freude über die neue Schwangerschaft manchmal sogar überschattet.
Viele Eltern benötigen Zeit, um sich auf die Schwangerschaft einlassen zu können und Vertrauen fassen zu können dahinein, dass diese Folgeschwangerschaft eine ganz neue Schwangerschaft mit einem neuen, ganz anderen Baby ist.
Das fällt vor allem dann schwer, wenn die Probleme aus der Schwangerschaft mit dem Sternenkind wieder auftreten, wenn der eigentliche Entbindungstermin des Sternenkindes noch gar nicht erreicht ist, wenn Daten des Sternenkindes und des neuen Kindes sich gleichen, wenn das Folgekind das gleiche Geschlecht hat etc. .
Doch auch wenn die Folgeschwangerschaft völlig komplikationslos läuft, ist die Angst oftmals ein ständiger Begleiter. Ihr sollte auch ruhig Raum gegeben werden.
Es ist normal, dass die Angst da ist, sie darf es – wenn die Eltern es schaffen sich zu sagen: ich tue alles, was ich für mein Kind tun kann und ich genieße jeden Tag mit meinem Kind auch wenn ich schmerzlich erfahren musste, dass es keine Garantie gibt, dass die Schwangerschaft gut ausgeht, sind sie auf dem richtigen Weg.

„Ich versuche mir und meinem Körper zu vertrauen, ich versuche meinem Kind zu vertrauen.“
„Es gibt keine Garantie – aber die meisten Schwangerschaften gehen gut aus.“

Oft hilft es, sich Sätze wie diese immer wieder ins Bewusstsein zu holen, denn: selbst wenn Probleme auftauchen - die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass in der Folgeschwangerschaft alles gut geht.
Viele folgeschwangere Mütter haben gute Erfahrungen damit gemacht, sich über ihre Gefühle mit anderen Müttern auszutauschen, die ähnliches erfahren (haben). Dafür gibt es u.a. das Folgekinderforum der Frauenworte e.V. http://www.frauenworte.de/vbforum/forumdisplay.php?f=5

Juni 2009 von SaraK
  
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