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Gedichte

An meinem Grabe (Autor: Heinz Rickal)

Da steht ihr nun, wollt mich betrauern
ihr glaubt, dass ich hier unten bin:
ihr mögt vielleicht zunächst erschauern -
doch schaut einmal genauer hin.

Ich bin nicht hier - wie ihr vermutet,
mein Körper mag hier unten sein,
doch während die Musik noch tutet
bin ich schon lang nicht mehr allein.

Seht ihr die Blätter dort im Wind?
Es sind sehr viele - sicherlich -
doch achtet drauf wie schön sie sind;
und eins der Blätter - das bin ich.

Seht die Wolken am Himmel ziehen,
schaut ihnen zu und denkt an mich,
das Leben war doch nur geliehen,
und eine Wolke - das bin ich.

Die Schmetterlinge auf der Wiese,
perfekt erschaffen - meisterlich,
ich bin so fröhlich grad wie diese,
und einer davon - das bin ich.

Die Wellen, die vom Bach getragen,
erinnern sie vielleicht an mich?
Ihr müsst nicht lange danach fragen:
denn eine Welle - das bin ich!

Blumen erblühen in all ihrer Pracht
die Rose und selbst der Wegerich,
und alle sind für euch gemacht
und eine Blume - das bin ich.

Ich möchte nicht, dass ihr jetzt trauert,
für mich wär das ganz fürchterlich.
Tut Dinge, die ihr nie bedauert:
Denn Eure Freude - das bin ich!


  • Für Tjalf-Tjerk

    Egal, wie lang das Wasser im Fall hinabfließt,        und egal wo Du sein magst.        Dein Zuhause ist in der Tiefe unseren Herzens.

    Sei frei wie ein Komet am Himmelszelt, sei frei       wie ein Adler der durch die Lüfte schwelgt .

    Sei unbekümmert, wie der Wind, der die Blätter streift     und glücklich, wie eine Blume benetzt von dem Morgentau     auf ihrem Kleid.

    Behütet sollst Du sein, wie in einem Rudel Wölfe,     die Böses von Dir fernhalten und nie ohne Dich ziehen könnten.     Finde einen Ort, weil Du nicht bei uns bist, an dem Du mit aller Liebe und Sorgfalt,     das erhältst, was innig Dir entspricht.

    Tjalf-Tjerk, entzündet ist für Dich ein ewiges Licht. Welches verbindet uns, Dich und mich. Es brennt für Dich, in einem klaren  Schein und wärmt Dich als wärst Du in Schoße, mein.

    Es schützt Dich unsere ewige Liebe.

    Mama & Papa

  • Marion Löffler

    Abends



    Abends wenn es dunkel wird,
    leuchten tausend Sterne,
    und ich sehne mich hinauf,
    in die weite Ferne.

    Abends wenn es dunkel wird,
    bin ich so alleine.
    Holt mich die Erinnerung ein,
    und ich wein und weine.

    Abends wenn es dunkel wird,
    strahlen tausend Sterne.
    Inmitten fliegt mein Engelchen,
    das ich hab sooooo gerne.
    (c) ML

  • eingesandt von Jana

    "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können."
    Antoinede Saint-Exupery

  • eingesandt von Gisela

    Frühlingsgedanken?

    Wär es wohl leichter,
    wenn der Frühling
    nicht so prahlte?

    Wär es wohl leichter,
    ohne Drosselruf?
    Wär ich wohl stärker,
    ohne Knospenbäume?
    Wär ich wohl heller,
    ohne Himmelblau?

    Könnt ich wohl tapfer sein,
    wenn keine Blumen blühen,
    und wenn die Sonne
    hinter den Wolken schweigt?

    Ich höre überall
    den neuen Anfang.
    Die Erde ist so jung.
    Warum ist denn mein Gram
    so alt, so alt?

    (aus "Die Sonne ging unter bevor es Abend wurde" - Verse zum Trost für trauernde Eltern - Verwaiste Eltern, Steinhagen )

  • eingesandt von M.H.


    Steh nicht an meinem Grab und weine.
    Ich bin nicht dort.
    Ich schlafe nicht.
    Ich bin in den tausend
    wehenden Winden.
    Ich bin der Diamant,
    der im Schnee glitzert.
    Ich bin das Sonnenlicht
    über dem reifen Korn.
    Ich bin der sanfte Herbstregen.
    Wenn Du in der morgendlichen Stille erwachst,
    bin ich der Vogel,
    der sich schnell in die Lüfte erhebt
    und zwitschert.
    Ich bin der Stern,
    der in der Nacht scheint.
    Steh nicht an meinem Grab und weine.
    Ich bin nicht dort.
    Ich bin nicht tot.

  • eingesandt von Saskia

    Weißt du was du bist?
    Du bist ein Wunder. Du bist einzigartig.
    In all den Jahren, die vergangen sind,
    hat es nie ein Kind wie dich gegeben.

    Pablo Casals

    "... Es wird dir Schmerz bereiten. Es wird aussehen,
    als wäre ich tot, und das wird nicht wahr sein..."
    " Du verstehst. Es ist zu weit. Ich kann diesen Leib
    da nicht mitnehmen. Er ist zu schwer."
    " Aber er wird daliegen, wie eine alte verlassene Hülle.
    Man soll nicht traurig sein um solche alten Hüllen..."
    ( Antoine de Saint-Exupéry, Der Kleine Prinz)

  • eingesandt von Tanja

    Du hast das Recht,
    deine dunklen Stunden zu durchleben
    und dich nicht durch billige Sprüche
    aus ihnen herauslocken zu lassen.
    Schon der Versuch ist eine Entwürdigung
    deiner inneren Wirklichkeit.
    Du bist auch deine Dunkelheit.
    Die Abgründe und Widersprüche
    gehören auch zu dir.
    Die Schatten geben deinem Leben
    Tiefe und Menschlichkeit.
    Wer mit dir in Beziehung tritt,
    sollte wissen, daß diese Seite zu dir gehört.
    Wer sie in dir ablehnt,
    hat nicht das Recht,
    sich deinen Freund und deine Freundin zu nennen.
    Manche geben dir nicht das Recht
    auf diese Seite in dir.
    Sie erwarten, daß du sie unterschlägst
    und das Glück vorspielst.
    Vielleicht haben sie weniger Angst für dich
    als für sich selbst, weil sie durch dich
    an das Unoffene in sich selbst geraten.
    Wenn sie darum dir helfen wollen,
    geschieht es nicht, um Dir zu helfen, sondern sich selbst.


    Du hast ein Recht auf deine Trauer.
    Du darfst dich deinen Verlusten widmen,
    mußt nicht verdrängen, was dich beschwert.
    Du hast ein Recht, das abzutrauern,
    was dich so tief enttäuscht hat
    und was du nicht ändern kannst.
    Du hast ein Recht auf deine Tränen,
    auf dein Schweigen,
    auf deine Ratlosigkeit,
    auf deine innere und äußere Abwesenheit.
    Du mußt nicht den Glücklichen spielen,
    nicht über den Dingen stehen.
    Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
    die dich mit Gewalt aus deiner Trauer
    herausholen wollen, weil deine Trauer
    sie selbst bedroht.
    Du hast ein Recht auf deine Trauerzeit.
    Du hast ein Recht,
    mit denen nicht reden zu wollen,
    die dir ein schlechtes Gewissen machen
    für deine Dunkelheit und Trauer.
    Die mit Sprüchen kommen
    und dich mit diesen Sprüchen
    unter Druck zu setzen versuchen.
    Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.
    aus Ulrich Schaffer „Grundrechte"

  • Die Geschichte von der Steinpalme(könnt ihr hier im Word-Format downloaden)

  • eingesandt von Regine

    Allein

    Allein - mit der Trauer und den Tränen, die nie zu versiegen scheinen.

    Allein - mit der Liebe für das Kind, daß nie leben durfte.

    Allein - mit der Angst verlassen zu werden, von den Menschen die ich liebe.

    Allein - kämpfend um die Erinnerung wachzuhalten.

    Allein - hoffend auf Verständnis der Menschen die mit mir leben.

    Allein - mit der ohnmächtigen Wut auf das Schicksal.

    Allein - betend, daß sich das Blatt noch einmal wendet.

    Allein - mit den Vorwürfen und dem Zweifeln am Selbst.

    Allein - umgeben von Menschen und doch allein.

    Allein - mit der endlosen Leere in mir.

    Allein - wartend auf eine Aufgabe, ein neue Herausforderung, die das Leben lebenswert macht.

    Allein - trotz der Liebe und angebotenen Hilfe der Menschen, die mich lieben.

    Allein - in dem tiefen, schwarzen Nichts, daß mich umgibt.

    Allein - abwartend, daß der unsägliche Schmerz nachläßt, und den schönen Erinnerungen Platz macht.

    Allein - begleitet von liebenden Menschen, trotzdem allein im Leid.

    Niemand kann helfen, nur lindern und versuchen zu verstehen,
    aber unser Schicksal und Leben müssen wir selber meistern - und zwar
    Allein.

  • eingesandt und geschrieben von Kornelia

    Wenn Engel reisen.... (für Johanna-Joy)

    mitten im tagwerk inne halten
    mich setzen müssen
    wie ein weicher zwang
    zu wissen
    mich trotz eiseskälte jetzt im feuer wälzen

    mit brennenden gegenständen
    in der hand
    blassen bildern im kopf
    melodien aus deiner zeit
    um dich für momente bewusst wieder zu holen
    in meinen alltag

    manchmal glück haben
    beim anblick der vertrauten dinge
    von denen ich mich trennen wollte
    und merken
    das du engelchen doch nicht ewig schläfst
    plötzlich gezwungen zu ahnen
    das du heimlich etwas zurechtrückst
    fäden knüpfst in meinem leben

    leise meinen kopf meine hand
    mein herz berührst
    kleine ärmchen die sich von hinten
    um meinen hals legen
    ein köpfchen das sich wieder an meine wange schmiegt

    dann manchmal
    schaffe ich es trotz herzjagen
    und nassem gesicht
    ganz selten aber nur
    sehr sehr ruhig zu sein
    gespannt zu lauschen
    um ihn dann zu hören

    DEINEN FLÜGELSCHLAG

    und immer wieder ist es neu
    immer wieder anders wie du mir begegnest
    oft nur geahnt... selten gespürt
    aber immer geheimnisvoll
    immer bezaubernd
    diese zwiesprache
    wärend wir beide sand mit sternchen mischen

    ich mit meiner lächerlich irdischen freude
    du mit deiner engelsgeduld
    was tun ?
    fliegen mit dir ?
    weiterlaufen mit deiner schwester?
    du legst mahnend
    deinen zeigefinger auf die lippen
    um diesem denken schweigen zu gebieten

    komm weiterhin in diesen momenten
    verleihe mir flügel für kurze zeit
    und dann gehe wieder
    ohne fußspuren oder
    fingerabdrücke zu hinterlassen
    wie schon einmal in meinem leben

    geh wieder zurück tief gaaanz tief
    nach hause in das mammaherz
    und schlaf weiter
    mein engel

    bis zum nächsten mal

    mom

  • eingesandt von Ulrike, Ein Gedicht von Hermann Hesse

    Ein Tod zur Unzeit

    "Jetzt bist du schon gegangen, Kind,
    Und hast vom Leben nichts erfahren,
    Indes in unsern welken Jahren
    Wir Alten noch gefangen sind.
    Ein Atemzug, ein Augenspiel,
    Der Erde Luft und Licht zu schmecken,
    War dir genug und schon zuviel;
    Du schliefest ein, nicht mehr zu wecken.
    Vielleicht in diesem Hauch und Blick
    Sind alle Spiele, alle Mienen
    Des ganzen Lebens dir erschienen,
    Erschrocken zogst du dich zurück.
    Vielleicht wenn unsre Augen, Kind,
    Einmal erlöschen, wird uns scheinen,
    Sie hätten von der Erde, Kind,
    Nicht mehr gesehen als die deinen."

  • Für unsere drei Kleinen von Erdmuthe und Andreas

    SEGEN ÜBER EINER FEHLGEBURT

    Du warst ein Kind der Hoffnung,
    unsere Liebe um hüllte dich,
    unsere Fantasie schmückte dein Leben aus.

    Du warst ein Kind der Freude.
    Wie eine Blüte ging unser Herz auf,
    denn wir erwarteten dich voller Sehnsucht.

    Du warst ein Kind des Lebens.
    Wir wollten Leben weitergeben
    und uns selbst beschenken lassen.

    Du bleibst unser Kind.
    du bist ein Kind der Sehnsucht,
    das zu einem Kind der Trauer wurde.

    Du hast sie nicht gesehen,
    den Sonnenglanz und die Mondsichel.
    Du hast nicht in unsere leuchtenden Augen geschaut.

    Nun aber siehst du das Licht,
    das strahlende, wärmende Licht
    der Liebe Gottes.
    auch du wohnst im Hause Gottes,
    wo viele Wohnungen sind.

    Du bist gesegnet
    du Kind der Hoffnung, der Freude
    und des Lebens.
    Und mit dir ist gesegnet
    unsere Trauer um dich,
    du Kind bei Gott.

    aus "Segen strömt aus der Mitte" von Hanne Straeck

  • Segen der Trauernden

    Gesegnet seien alle,
    die mir jetzt nicht ausweichen.
    Dankbar bin ich für jeden,
    der mir einmal zulächelt
    und mir seine Hand reicht,
    wenn ich mich verlassen fühle.
    Gesegnet seien die,
    die mich immer noch besuchen,
    obwohl sie Angst haben,
    etwas Falsches zu sagen.
    Gesegnet seien alle,
    die mir erlauben
    von dem Verstorbenen zu sprechen.
    Ich möchte meine Erinnerungen
    Nicht totschweigen.
    Ich suche Menschen,
    denen ich mitteilen kann,
    was mich bewegt.
    Gesegnet seien alle,
    die mir zuhören,
    auch wenn das,
    was ich zu sagen habe,
    sehr schwer zu ertragen ist.
    Gesegnet seien alle,
    die mich nicht ändern wollen,
    sondern geduldig so annehmen,
    wie ich jetzt bin.
    Gesegnet seien alle,
    die mich trösten
    und mir zusichern,
    daß Gott mich nicht verlassen hat.

    Marie - Luise Wölfing

  • eingesandt von Renate

    Die wir lieben,
    sind nur geborgt.
    Wann sie gehen,
    entscheiden wir nicht.
    Wir entscheiden,
    ob wir die Erinnerung
    als Geschenk annehmen wollen.

  • eingesandt von Steffi

    Und jetzt noch einen Absatz, den ich in der letzten Brigitte in einer Kolumne „Ratschläge meiner Großmutter" gefunden habe:

    Wenn du jemals ein Kind verlierst, wie es mir geschehen ist, dann wirst du die andere Seite der Wahrheit kennen. Du wirst verstehen, was es bedeutet, vernichtet zu sein und doch jeden Tag aufzustehen und den Kessel mit Wasser zu füllen. Du wirst den Dampf aus dem Kessel steigen sehen und weinen. Du wirst behaupten, es sei alles in Ordnung. Du hast ein Staubkorn ins Auge bekommen. Das ist alles. Auf der Straße werden Tränen auf den Gehsteig tropfen und deine Schuhe füllen. Sag, die Sonne schiene dir in die Augen. Wenn du deine Trauer zeigst, vergeht sie nicht. Wenn du sie verbirgst, vergeht sie nicht. Sie ist für immer und ewig bei dir, aber es gibt vielleicht eine Stunde, in der du dich nicht erinnerst. Einen Abend, an dem der Himmel blau wie Tinte ist. Einen Nachmittag, an dem deine Tochter hinter einer Grille herläuft, die sie niemals fangen wird. Flüstere den Namen deines Babys. Dann sei still.

  • eingesandt von Sylvia

    Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
    so ist es dir, als leuchten tausend Sterne,
    weil ich auf einem von ihnen wohne,
    weil ich auf einem von ihnen lache.
    Und wenn du dich getröstet hast,
    wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
    (Antoine de Saint-Exupery, Der kleine Prinz)


  • eingesandt und geschrieben von Kerstin

    Mein Sohn

    Ich kenne dein Gesicht -
    ohne je die Farbe deiner Augen gesehen zu haben.

    Ich spüre noch immer Deine Berührungen -
    ohne daß mich deine kleinen Hände
    je gestreichelt haben.

    Ich sehe deinen kleinen Mund vor mir -
    ohne daß ich ihn je Mama sagen hörte.

    Ich hielt dich in meinem Arm -
    ohne dich je in den Schlaf gewiegt zu haben.

    Ich habe dich geboren -
    ohne dir Leben geschenkt zu haben.


    Kerstin Läger

  • eingesandt von Kerstin:

    Wo du geliebt wirst, kannst du getrost alle Masken ablegen,
    darfst du dich frei und ganz offen bewegen.
    Wo du geliebt wirst, zählst du nicht nur als Artist,
    wo du geliebt wirst, darfst du so sein wie du bist.

    Wo du geliebt wirst, mußt du nicht immer nur lachen,
    darfst es wagen auch traurig zu sein.
    Wo du geliebt wirst, darfst du auch Fehler machen,
    und du bist trotzdem nicht häßlich und klein.

    Wo du geliebt wirst, darfst du auch Schwächen zeigen,
    oder den fehlenden Mut, brauchst du die Ängste
    nicht zu verschweigen, wie es der Furchtsame tut.

    Wo du geliebt wirst, darfst du auch Sehnsüchte haben,
    manchmal ein Träumender sein, und für Versäumnisse,
    fehlende Gaben räumt man dir mildernde Umstände ein.

    Wo du geliebt wirst, brauchst du nicht ständig zu fragen
    nach dem vermeintlichen Preis. Du wirst von der Liebe
    getragen, wenn auch unmerklich und leis.

    Elli Michler

  • eingesandt von Inka

    weil ein Kind
    mehr ist als ein Kind

    ein Mensch
    nie vorher gewesen

    ein Mensch - unvergleichbar
    ein Mensch - unantastbar

    nenne ergriffen
    von Rührung
    seinen Namen

    seinen unwiderruflichen
    Namen

    Steh' nicht weinend an meinem Grab,
    ich bin nicht dort unten,
    ich schlafe nicht.

    Ich bin tausend Winde, die weh'n,
    ich bin das Glitzern der Sonne im Schnee,
    ich bin das Sonnenlicht auf reifem Korn,
    ich bin der sanfte Regen im Herbst.
    Wenn Du erwachst in der Morgenfrühe
    bin ich das schnelle Aufsteigen der Vögel
    im kreisenden Flug.
    Ich bin das sanfte Sternenlicht in der Nacht.

    Steh' nicht weinend an meinem Grab,
    ich bin nicht dort unten,
    ich schlafe nicht.

    (American Indian)

  • (Am 1.Geburtstag per Herzluftballon in den Himmel geschickt !)
    Für Julius Finn ( *11.09.1998 und + 30.05.1999) von seiner Mama Ulrike.

    "Mein Baby - Für immer !

    Selbst,

    wenn ich mal 60 Jahre alt
    und eine Oma bin,
    und Enkelkinder in meinen Armen wiege,

    wirst auch immer Du,
    mein todkrankes Baby,
    bei mir sein.

    Vor meinem inneren Auge
    werde ich Dich immer sehen.

    In meinem Herzen
    werde ich dich immer spüren.

    Die anderen können es zwar nicht sehen . . .
    dennoch:

    Ich werde immer
    ein Baby haben !"